Handelskennziffer der Städte

Der Einzelhandel benötigt einige Kennziffern um die verschiedenen Städte vergleichbar zu machen.

Diese werden von Wirtschaftsforschungsinstituten ermitteln und durch die Städte veröffentlicht. Wir haben für Sie die wichtigsten Kennzahlen in Tabellenform für die Städte in Gruppen von Aachen bis Zwickau A-B , C-E , F-G , H-J, K-L , M-O , P-R , S-U und V-Z aufgelistet.

Einwohnerzahl

Die Einwohneranzahl gibt Ihnen einen Überblick zur Stadtgröße. Häufig spiegeln die reinen Einwohnerzahlen die Relevanz der Stadt im Vergleich zu anderen nicht wider. Hier dienen dann die folgenden Kennziffern:

Umsatzkennziffer

Basis für die Berechnung der Umsatzkennziffern sind Ergebnisse der amtlichen Statistik, insbesondere der Umsatzsteuerstatistik. Zur Regionalisierung der Umsätze erhält die GfK Marktforschung die Aufteilung der Umsätze der großen Warenhausgesellschaften und Filialunternehmungen, von Herstellern und Großhandels- unternehmungen (für ihre Einzelhandelsfilialen) nach Filialen, so daß die regionale Zuordnung gesichert ist.

Bäckereien, Konditoreien und Fleischereien werden in der Umsatzsteuerstatistik nicht beim Handel, sondern im Handwerk erfasst.

Die Umsatzkennziffern bringen die regionale Verteilung der Einzelhandelsumsätze in Deutschland zum Ausdruck. Die Division von Umsatzkennziffer durch die einzelhandelsrelevante Kaufkraft je Gemeinde oder Kreis ergibt die für Planungen häufig benutzte Zentralitätskennziffer.

Der Umsatz in Mio. Euro gibt den gesamten im jeweiligen Gebiet getätigten Einzelhandelsumsatz an.

Die Umsatzkennziffer in Promille gibt das Gewicht dieses Gebietes in Bezug zur gesamten Bundesrepublik (=1.000 Promille) an, während die Umsatzkennziffer pro Kopf die prozentuale Abweichung des Umsatzes vom Durchschnitt in der Bundesrepublik (=100 Indexwert) angibt (Quellen siehe unten).

Kaufkraftindex

Der Kaufkraftindex einer Region gibt das Kaufkraftniveau dieser Regionpro Einwohner im Vergleich zum nationalen Durchschnitt an. Der nationale Durchschnitt hat dabei den Normwert 100. Beträgt der Kaufkraftindex einer Region in Deutschland z. B. 95, so liegt er unterhalb des Bundesdurchschnitts – die Einwohner in dieser Region verfügen dann im Mittel nur über 95 Prozent der durchschnittlichen bundesdeutschen Kaufkraft.

Die GfK Kaufkraftkarte Deutschland können Sie sich hier herunterladen.

Zentralitätsziffer

Als Einzelhandels-Zentralität oder -Zentralitätsziffer einer Stadt oder sonstigen Verwaltungseinheit wird das Verhältnis aus ihrem Einzelhandels-Umsatz zur vor Ort vorhandenen für den Einzelhandel relevanten Kaufkraft bezeichnet. Werte über 100 % weisen auf eine Anziehungskraft der Stadt hin, die sie z. B. als Mittel- oder Oberzentrum auf ihr Umland ausübt und dessen Bewohner stärker zum Einkauf in ihrem Einzelhandel bewegt als umgekehrt die eigene Bevölkerung ihre Kaufkraft nach außen trägt (Quelle siehe unten).

Die Zentralitätskennziffer ist ein Begriff, den die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) geprägt hat. Die Zentralitätskennziffer wird in Deutschland von den Industrie- und Handelskammern errechnet und publiziert. Spezifische Rückschlüsse auf die Attraktivität eines Gewerbestandortes sind schwierig, da ein geringes Kaufkraft-Niveau der betreffenden Stadt ebenfalls zu einer hohen Einzelhandels-Zentralität beiträgt.

Miete je qm Verkaufsfläche

Bei dieser Mietangabe handelt es sich um eine Miete je qm Verkaufsfläche in Euro für ein Ladenlokal von ca. 100 qm Größe, einer Schaufensterfront von 6 Meter sowie einem rechteckigen Zuschnitt und einem ebener- digen Zugang zum Ladenlokal (keine Eingangsstufen). Selbstverständlich sind die Miehöhen von der Nutz- barkeit einzelner Handelskonzepte abhängig. So werden unterschiedliche Zuschnitte, verschiedene Ebenen, Anbindung der Nebenflächen u.v.m. unterschiedlich bewertet. Nur selten entspricht ein Ladenlokal dem Ideal.

Tendenzen

Die Pfeile geben Ihnen einen Hinweis auf die Einwohner-, Miet- preisentwicklung und die Tendenz der Veränderung der einzelhandels relevanten Kennzahlen im Zeitvergleich.

Berechnungen durch Kreativ Immobilien e.K.

 

Quellen

Fachlexikon Immobilienwirtschaft (Bernd Falk), Brockhaus Enzyklopädie, Wöhe Einführung in die allgemeine Betriebswirtschaftslehre, GfK Gesellschaft für Konsum- Markt- und Absatzforschung e.V., wikipedia.de, Vahlens Nachschlagewerk der Allgemeinen BWL, CIMA Stadtmarketing.

 

 

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